Donnerstag, 18. April 2013

Das schwärzeste aller Verbrechen - Teil 1

Das schwärzeste aller Verbrechen - Teil 1

Christen gegen die Kreatur


Ich bringe hier ein paar Ausschnitte aus einem Aufsatz von Karlheinz Deschner. Wenn man liest welche Ungeheuerlichkeiten in den "heiligen" Büchern der Christen stehen, dann muss man sich fragen wie Christen da noch Christen bleiben können? Wie will eine Religion das Gute lehren wenn sie Mitgeschöpfe, also Tiere, auf das übelste verleumdet und bei größten Grausamkeiten ihnen gegenüber nicht das geringste Mitleid aufbringt. Was soll eine Religion, der das Mitleid gegenüber Tieren fehlt? So wie die christliche Religion Tiere behandelt müsste man meinen sie seien Teufels Geschöpfe. Man kann bei diesen Aussagen von Paulus, Kirchenlehrern, Päpsten, Bischöfen usw. nur von Boshaftigkeit, Grausamkeit und Sadismus reden. Niemand kann und soll mir erzählen, dass Menschen die mit Tieren so abgrundtief boshaft sind, gut zu Menschen sein können, das Beste für sie wollen. Mir fehlt jedes Verständnis für Christen, die Tiere wirklich lieben, und zwar alle, in so einer Kirche bleiben können.
Hier nun Karlheinz Deschner in Auszügen.
Biblischer Tierschutz? Archaischer Respekt vor dem nichtmenschlichen Leben? Der nackte Egoismus einer Viehzüchterreligion! Da sind sich, wie in so vielen Greueln - doch im krassen Kontrast zum Monismus der alten Asiaten, Indianer -, die monotheistischen Gottesanbeter einig: "Allah ist's, der für euch das Vieh macht", rühmt der Koran. "Die einen Tiere sind zum Reiten da, die anderen zum Essen. Und ihr habt den Nutzen davon" (40,79 f.).
Wie wahr - wenn Sie sich gütigst mit Theodor Lessing erinnern, warum denn der Hirte, auch und gerade der "gute Hirte", seine Herde hegt? Erstens damit er sie scheren kann, zweitens damit er sie fressen kann.
Oh, wir kennen diese Nase! Riecht sie nicht Blut noch immer gern?
Und gleich darauf dröhnt es abermals: "Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel ... und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, sei eure Speise ...". Und bloß ein Blättchen weiter nach dieser furiosen Freßanweisung, da beehrt Herr Nimrod die Schöpfungsordnung - "und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN": biblischer Aufgang des open air bestivals. Hier ist sie, die hehre Herren-, Heger-, Pflegerlüge, das Halali, das die Kreatur in den Kochtopf jagt - indes für die EKD ("Texte" 41, 1991): "ethisch vertretbar".

Da die Fressenden, dort jene, die froh sein können, daß man sie frißt.

 Las ich doch erst unlängst vom Dogmatikkolleg eines "heute berühmten deutschen Bischofs", der im Rahmen der Schöpfungslehre erklärte, es könne ja "dem Fisch und dem Hasen gar nichts Besseres passieren, als vom Menschen gegessen zu werden, denn dies entspreche der Rangmäßigkeit der Schöpfungsordnung" - und wurde von fünfhundert Hörern, sicher gut christlichen, "mit wohlgefälligern Lachen" belohnt (in: H.F.Kaplan, Hg., Warum ich Vegetarier bin. Prominente erzählen, 1995).
Nach 1. Kg. 8,62 f. schlachtete Salomo bei der Tempeleinweihung dem Herrn 22000 Rinder und 120000 Schafe, alles aus Respekt vor dem Schöpfer und der Schöpfung. Als Leckerbissen galten Rindfleisch, der Schwanz des Schafes und ganz junge Ziegen, während das schlichtere Volksmaul vor allem Fische verschlang. Pferde ließ David, der nichts ohne Gott tat, gern lähmen und liquidieren. Tiere, die einen Menschen tödlich verletzten, mußten gesteinigt, Tiere, mit denen man koitierte, gleichfalls kaputtgemacht werden.

Im Neuen Testament, in dem das Tier eine viel geringere Rolle spielt, ist ein Wort gleich des ersten Christen bezeichnend. Fragt Paulus doch: "Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? Oder redet er nicht allenthalben um unseretwillen?" Wie der Völkerverderber (Röm. 1,22 ff.) tiervergötternde Heiden ja auch "Narren" schmäht, weil sie "gedient dem Geschöpf statt dem Schöpfer".
Und Jesus vernichtet zwecks Heilung eines einzigen Menschen - eines der fulminantesten, von allen Synoptikern berichteten neutestamentlichen Strafmirakel - zweitausend Schweine. Wieder bestätigt sich das Wort der deutschen Oberhirten beider Konfessionen: "In den Zeichen und Wundern Jesu wird deutlich, zu welcher Herrlichkeit die Schöpfung berufen ist" - "und sie ersoffen im Meer".
  
Später setzen auch die Kirchenväter das Tier infam herab - wie die Frau, die das Juden-Christentum oft dem Tier annähert: 

Das 3. Buch Mose stellt die Frau den Haustieren gleich. Für den Kirchenlehrer Augustinus ist sie, wie das Tier, nicht nach Gottes Ebenbild geschaffen (mulier non est facta ad imaginem Dei). Und nach Thomas von Aquin, der die Frauen noch selbstherrlicher, noch tiefer demütigt und gegen schädliche Tiere Exorzismen sowie Justizprozesse anrät, kennt das "animal brutum" nur Fraß und Koitus.


Mit wahrem Haßvergnügen werfen die größten katholischen Heiligen ihren Mitmenschen Tiernamen an den Kopf, bevorzugt andersgläubigen Christen: "Tiere in Menschengestalt", "Füchse", "Wölfe", "tolle Hunde", "schmutzige Schweine", "Schlachtvieh für die Hölle"; indes etwa Luther den Heiligen Vater "Krokodil" tituliert, "Drachen und Höllendrachen", "Bestie der Erde", "Papstesel", "Papstsau" usw. (Ist ja auch die Frau für Luther "ein Kind", "ein halbes Kind", "ein Toll Thier".)

Und im Alten Testament verführt die Schlange die Frau, die ihrerseits wieder den Mann betört, worauf die Kirche durch zwei Jahrtausende das Weib mit Eifer und Geifer verunglimpft, benachteiligt und die Schlange wie kaum ein anderes Tier verteufelt: Inbegriff der Sünde nun, Staubfresserin, nicht mehr Wiedergeburt verheißend, sondern Tod; die Jungfer Marie, die reine, zertritt ihr den Kopf.
Wer kennt nicht in romanischen, in gotischen Christentempeln all die Greuelkreaturen, die zerquälten Tiergesichter, von irgendwelchen Heiligen zertreten. An Portalen, Tympana, an Kapitellen mutiert das Tier zur Bestie: Raben, Hunde, Hasen, Kröten, Esel, Löwen, Wölfe, Widder, Drachen, samt und sonders Satansbiester, Teufelsfratzen; womit implizit stets auch der "Sünder", das "Tier in uns" getreten wird, die Sexualität. "Der Teufel", schreibt Friedrich Heer, wird da dem Volk präsentiert "als ein ,Vieh`, ein ,schweinisches Vieh`".

Zum puren Vergnügen marterten mittelalterliche Christen im Spiel vom Geflügel bis zu den Rindern alles zu Tode. Schweine wurden am Strang gesetzesgerecht hingerichtet, Hunde als Teufelsgehilfen gepeinigt und lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch Katzen flogen am Johannistag in ganz Westeuropa fuhrenweise ins Feuer; in Metz veranstaltete man mit ihnen, unter klerikaler Patronanz, entsetzliche Autodafés bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

"Grausamkeit gegen Tiere", notiert Alexander von Humboldt, "kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen."
Aber bei wahrer Religion.

Nun gibt es Christen, die gern jenen, der dem Bruder Esel predigte, den Vögeln, als Alibi benutzen, Franz von Assisi, diese fast singuläre Lichtgestalt in all den finsteren Geschehnissen der Kirchengeschichte. Seine Beziehung aber zum Tier, wie halbherzig auch immer - er wandte sich bei eklatanten Roheitsakten "nicht gegen die Roheit selbst und erst recht nicht gegen die Rohlinge persönlich" (so der Bayreuther Soziologe Gotthard Teutsch) -, nahm die Kirche nie wirklich ernst; Papst Innozenz III. kommentierte, der Überlieferung zufolge, er solle doch den Schweinen predigen.

Und dreieinhalb Jahrhunderte später, 1567, verbot Pius V. - Inquisitor und heilig - durch die Bulle "De salute gregis" zwar Stierkämpfe "für ewige Zeiten", doch nicht, wie meist hingestellt, als Humanitätsakt gegenüber den Stieren und oft grauenhaft krepierenden Pferden, sondern nur, wie § 1 testiert, wegen der "häufigen Todesfälle von Menschen, Verstümmelungen menschlicher Glieder und Gefahr für das Seelenheil". Wieder dreihundert Jahre darauf Mitte des 19. Säkulums, untersagte Pius IX. die Eröffnung eines Tierschutzbüros in Rom; habe der Mensch doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten - und 1985 erfolgte der erste Schritt zu seiner Heiligsprechung kraft offizieller Anerkennung seiner "heroischen Tugend".
Seit zwei Jahrtausenden brüstet sich die Christenheit, das Tieropfer von Anfang an abgeschafftzu haben; stimmt.
  

Und doch hat sie mehr Tiere geopfert als jede andere Religion - nur nicht mehr Gott, sondern dem eigenen Bauch.


Karlheinz Deschner ist Deutschland schärfster Religions- und Kirchenkritiker. Bekannt ist vor allem sein auf zehn Bände angelegtes Hauptwerk »Kriminalgeschichte des Christentums«.
Quelle: »Die Zeit«, 22.8.1997, S.40

Dsa schwärzeste aller Verbrechen



Gruß Hubert

Interview mit Dr. med. vet. Corina Gericke

Interview mit Dr. med. vet. Corina Gericke

Ich habe gropen Respekt vor Corina Gericke. Sie setzt sich seit fast 25 Jahren gegen Tierversuche ein. Es ist ja eine Aufgabe, die sehr viel Kraft braucht und die Erfolge nicht so häufig sind und es eine mühsame Arbeit ist. Von diesem Einsatz ist ja kein Vorteil zu ziehen, im Gegenteil, eher wird da schon auch mal was aus eigener Tasche bezahlt. Auch von der Gesellschaft wird diese Arbeit nicht honoriert, höchstens von einem kleinem Kreis, wo das Problem bekannt ist und man sich über die moralische Verwerflichkeit von Tierversuchen Gedanken macht. Es wird noch lange dauern, bis sich das Bewusststein der Menschen ändert und sie die wahren Gründe für Tierversuche erkennen (rechtliche Absicherung, Geschäftemacherei, Renommee von "Forschern"...) Das sind ja mitteralterliche Methoden, die man seit fast hundert Jahren anwendet und einfach nur schlechte Wissenschaft sind. Es ist nicht so wie allgemein geglaubt wird, dass Tierversuche dem Fortschritt und der Gesundheit des Menschen dienen. Es wäre höchst an der Zeit alternative Methoden zu fördern und anzuwenden, die der heutigen Zeit entsprechen.
Auszug aus Wikipedia
"Corina Gericke ist Mitgründerin und jahrelanges Vorstandsmitglied von SATIS (Studentische Arbeitsgruppe gegen Tiermissbrauch im Studium). Da viele Menschen glauben, Tierversuche seien zwar nicht nett, aber zur Sicherung des Medizinischen Fortschritts erforderlich, setzt sie sich unter anderem dafür ein, dass in der Tierrechtsbewegung die Wissenschaftskritik in der Argumentation gegen Tierversuche stärker berücksichtigt wird."
Wikipedia - Corina Gericke

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Auszug
Interview mit Dr. med. vet. Corina Gericke, AgT
Dr. med. vet. Corina Gericke
«Um aus der Sackgasse herauszukommen, muss die Medizin neue Wege beschreiten»
AG STG: Wie sieht Ihr persönliches Verhältnis zu Tieren aus? Welche Rechte fordern Sie für Tiere?
Dr. Gericke: Ich respektiere jedes Tier als Individuum mit eigenen Bedürfnissen. Tieren muss das Recht auf Unversehrtheit und ein Leben, ihren arteigenen Bedürfnissen entsprechend, zugestanden werden. Ich lehne es ab, dass Tiere in irgendeiner Form von Menschen instrumentalisiert werden.
AG STG: Würden Sie bitte kurz Ihren persönlichen Weg zum Tierschutz beschreiben? Welche Beweggründe waren für Sie massgeblich?
Dr. Gericke: Ausschlaggebend waren für mich Fernsehberichte Ende der 70er-Jahre über Tierhaltung in der Landwirtschaft und über Tierversuche. Mir wurde bewusst, dass es nicht richtig ist, wie wir mit Tieren umgehen, und ich wollte dagegen etwas tun. Aber ich fühlte mich allein und wusste nicht, wie ich vorgehen sollte. Gleichgesinnte konnte ich zunächst nicht finden. 1984 lernte ich eine lokale Tierversuchsgegnergruppe kennen und seither trete ich aktiv gegen Tierversuche und für Tierrechte ein. Etwa zur gleichen Zeit wurde ich Vegetarierin und kurze Zeit später Veganerin.
AG STG: Woher nehmen Sie die Kraft, sich seit fast 25 Jahren für Tiere und gegen Tierversuche einzusetzen?
Im vergangenen Vierteljahrhundert konnte einiges für die Tiere erreicht werden, wenn auch wesentlich weniger als erhofft und oftmals gar durch Rückschritte gekennzeichnet. Ein gewisser Bewusstseinswandel in Öffentlichkeit und Politik ist aber unverkennbar. Die Kraft, für die Rechte der Tiere einzutreten und mein Scherflein dazu beizutragen, kommt dabei aus den Tiefen meines Herzens.
[...]
AG STG: Woran scheitert es, dass die Entwicklung und Einführung von tierversuchsfreien Testmethoden vom Staat endlich massiv gefördert wird?
Dr. Gericke: Ein grosses Problem ist das mangelnde Renommee der tierversuchsfreien Forschung. So werden die von der Bundesregierung bereitgestellten Fördergelder oftmals nicht einmal abgerufen. Geld allein reicht nicht. Karriere kann man immer noch weitaus besser mit Tierversuchen machen. Die Regierung ist gefordert, hier Weichen zu stellen. Angehende, karriereorientierte Wissenschaftler müssen frühzeitig an die In-vitro-Methoden herangeführt werden, z.B. durch die Einrichtung von Lehrstühlen an den Universitäten, damit sie nicht automatisch den tierexperimentellen Weg einschlagen.

AG STG: Viele tierversuchsfreie Testmethoden sind schneller, sicherer und auch günstiger. Ganz im Sinne der Industrie, die ja hauptsächlich daran interessiert ist, möglichst kostengünstig zu produzieren. Weshalb fördert die Industrie diese Methoden selbst nicht mehr?
Dr. Gericke: Tatsächlich kommen viele Neuentwicklungen von tierversuchsfreien Methoden aus der Industrie. Allerdings haben die Unternehmen auch ein Interesse daran, den Tierversuch beizubehalten. So sichern sie sich ab, falls mit ihren Produkten etwas schiefgeht.
AG STG: Wie gross ist generell das Interesse der Universitäten, sich mit fortschrittlichen und innovativen Forschungsmethoden zu befassen?
Dr. Gericke: Tierexperimentell gewonnene Ergebnisse lassen sich wunderbar in Publikationen umsetzen. Diese sind das Mass für die Qualität eines Forschers. Je länger seine Liste der Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachjournalen ist, desto eher kommt er an Forschungsgelder. Alle, die von diesem System profitieren, haben kein Interesse daran, dies zu ändern.
AG STG: Im Rahmen des Ukraine-Projektes von Ärzte gegen Tierversuche haben Sie bereits mehrere Universitäten mit technischen Geräten für eine tierversuchsfreie Ausbildung ausgestattet. Wie sieht der aktuelle Stand dieses Projektes aus?
Dr. Gericke: Bislang haben wir drei Institute an drei Universitäten in der Ukraine ausgestattet. Das grosse Problem an den osteuropäischen Hochschulen ist der Informationsmangel. Sie wissen gar nicht, welche Möglichkeiten moderne Lehrmethoden bieten. Wir finanzieren zurzeit ein Projekt, bei dem mindestens 100 Hochschulen in Russland, Weissrussland und der Ukraine durch einen Videofilm informiert und überzeugt werden sollen.

Hier weiterlesen:

http://www.agstg.ch/magazin/magazin-archiv.html?task=view&id=164

Gruß Hubert

Sonntag, 12. August 2007

Aufklärung ist Ärgnernis (Buch über K.H. Deschner)

Karl Heinz Deschner
Buch: „Aufklärung ist Ärgernis“ (über K.H. Deschner, geb. 1924, Kirchenkritiker)

Auszüge

S. 160

Aber wenn man genauer hinsieht: Schlachtet keine Tiere, mordet keine Menschen, benehmt euch nicht wie die leibhaftigen Teufel und nennt euch dabei Ebenbilder Gottes.
Ja reicht denn das noch nicht! Es brächte den Himmel auf Erden. Aber dann wäre freilich der hinter den Wolken nicht mehr wichtig, und das darf um keinen Preis geschehen.

S. 97, Karl Corino

…“Mit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion durch Kaiser Konstantin wurde die Lehre in ihr Gegenteil verkehrt.“
Militärdienst war ein paar Jahrhunderte verboten, das wurde umgebogen und staatsdienlich und kriegstauglich gemacht. „Aus Wehrdienstverweigerern und Märtyrern unter den frühen röm. Kaisern wurden nun Waffenträger und Feldprediger, die die Schwerter und Lanzen segneten.“ Konkurrierende Glaubensrichtungen wurden bekämpft, verleumdet, notfalls auf Konzilien niedergeschlagen wurden und wie das Papsttum mit allen Mitteln machiavellistischer Politik, lang vor Machiavelli, zu Großgrundbesitz, Größtgrundbesitz und zur weltlichen Großmacht aufstieg, gegebenenfalls anhand massiver Fälschungen: man denke nur an die sog. Konstantinische Schenkung, der wir den Kirchenstaat verdanken.

S.98
… die Zahl der himmelschreienden Untaten, auf die man beim Gang durch die Jh. Stößt, ist wahrhaft Legion. …Kreuzzüge, Vernichtung der Katharer, Albigenser und Waldenser (Corino stammt wahrscheinlich von diesen ab), die Bauernkriege, Hexenverfolgungen, Dreißigjähriger Krieg, wobei sich Katholizismus u. Protestantismus, mitunter in ihrer Menschenfeindlichkeit u. Grausamkeit, auch in ihrem Antisemitismus verdammt wenig unterschieden. …Es gab fatalste Brückenschläge – was etwa Luther hetzend gg. die Juden schrieb, das konnte 400 Jahre gut der „Stürmer“ brauchen.
… die anfeuernde Rolle der Kirchen in den zwei Weltkriegen des 20. Jh.

S. 99
… Der Münchner Phil.-Professor Wolfgang Stegmüller hat K.H. Deschner den „bedeudent-sten Kirchenkritiker“ des 20. Jh. genannt.
Es ist nicht nur die „herrliche Mischung von leidenschaftl. Engagement, klarster Logik, beißenden Sarkasmus und überwältigenden Wissen, die ihn zum „modernen Voltaire“ stempelt, es ist auch die Einheit von Denken und Tun.

…Aufgewachsen wie alle Franken – Bratwurstland – in bedenkenlosem Fleischkonsum, vom Vater her gewöhnt an Jagen, Fischen und Töten, hatte er sein Saulus-Paulus-Erlebnis.
In seinem ersten Buch „Die Nacht steht um mein Haus“ (1956) lesen wir:

„… ich glaube, dass wir kein Recht haben, die Tiere zu töten, es sei denn das Recht der Gewalt. Nein, ich mache keinen wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier… wie das die Christen tun, die demütigen Christen, die so demütig sind, dass sie sich für das Ebenbild Gottes halten, für das Ebenbild eines allgütigen, allweisen und allmächtigen Gottes, für das Ebenbild des Schöpfers des Himmels und der Erde. Du lieber Himmel. Was für ein Gott das sein muss, wenn man ihn beurteilt nach seinen Ebenbildern!
Nein, ich habe die Jagd aufgegeben, und da dachte ich, dass jeder Fleischesser schlimmer als ein Jäger ist, und schlimmer als ein Metzger ist, da dachte ich, und ich denke es heute noch, dass es nur Gedankenlosigkeit ist und Inkonsequenz und eine gemütsmuffige Verlogenheit, wenn sie sagen: nein, ich könnte kein Tier töten, ich könnte keinem Tier was zuleide tun, wobei sie sich schütteln und entsetzte Augen machen und sich den Bauch voll schlagen mit Fleisch […], habe ich auch das Fleischessen aufgegeben“

S. 100

… A.T. mit seinem Gebot „Machet euch die Erde untertan“, das ein Todesurteil für Milliarden von Tieren impliziert.


S. 313
…Gabriele Röwer nimmt K.H. Deschner vor Joachim Kahl, diesen Anbeter vom „Wahren, Schönen und Guten“ in Schutz und demaskiert diesen verkappten Pfaffen.

Ihre Appelle an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen sind inzwischen bei allen Neokonservativen, voran den Rechtsliberalen, salonfähig.
In Text II stellen Sie Ihr Gentleman-Ideal vor, ein „Modell kultivierten und zivilisierten Menschseins“, das, „ausgesprochen auf Realitätstüchtigkeit orientiert“ (welche Realität meinen Sie?), charakterisiert ist „durch Einheit von Ethik und Ästhetik des Lebens“, also „verantwortliches Handeln mit Sinn für Lebensart, Geschmack und Stil“ verbindet: Wie befreiend für den in Slums von Bogotà und Buenos Aires Verreckenden!

S. 314 - Die „Loser“ kommen in Ihrem erhebend-erhabenen Weltbild, geprägt durch „Selbstvorsorge“ und Sekundärtugenden wie „Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer, Geduld, Sorgfalt, Genauigkeit, Pünktlichkeit“ nicht vor. „Sei notfalls“, raten Sie, auch ein guter Verlierer im „Spiel des Lebens“ (wenn es dich deines Arbeitsplatzes, deiner Wohnung, deiner Familie beraubt?), nimm das Leben „spielerisch, gelassen, locker, eben „gentlemanlike“ – nichts leichter als das, wenn man nur noch „seine Ketten“ zu verlieren hat…

S. 318
…beruft sich Deschner auf George Bernard Shaw, … „für den die Tatsache, dass der Gläubige sich glücklicher fühle als der Ungläubige, nicht mehr besagt als jene, dass der Betrunkene glücklicher sei als der Nüchterne.“

Mittwoch, 31. Januar 2007

Tierrechte - Sprüche bekannter Personen

Von: http://echoverlag.de/

Ich bin Leben, das Leben will,inmitten von Leben, das leben will."
Albert Schweitzer (1875-1965)

"Wahre menschliche Kultur gibt es erst,wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt."
Wilhelm Busch

Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
Christian Morgenstern

"Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.
Was sie sich an Torheiten leisten, um die überlieferte Engherzigkeit aufrechtzuerhalten und auf ein Prinzip zu bringen, grenzt ans Unglaubliche.
Entweder lassen sie das Mitgefühl gegen Tiere ganz weg, oder sie sorgen dafür, dass es zu einem nichtssagenden Rest zusammenschrumpft. Lassen sie etwas mehr davon bestehen, so glauben sie dafür weithergeholte Rechtfertigungen, wenn nicht gar Entschuldigungen vorbringen zu müssen."
Albert Schweitzer

"Meiner Überzeugung nach wird auch einst die Zeit kommen,wo niemand sich wird mit Leichen ernähren wollen, wo niemand mehr sich zum Schlächterhandwerk bereitfinden wird. Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen, wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müssten!"
Berta von Suttner, Friedensnobelpreis 1905

"Der untrügliche Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere behandeln."
Berthold Auerbach

"Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat - wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?"
fragt der Philosoph Pythagoras.

"Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück."
Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker

"Denn wahrlich,ich sage euch:der, der tötet, tötet sich selbst,und wer vom Fleischerschlagener Tiere ißt, ißt vom Körper des Todes. Aber ich sage euch:Tötet weder Mensch noch Tier, noch die Nahrung,die euer Mundaufnimmt."
Jesus"Das Evangelium der Essener"

Wenn du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh dich, so weit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht - tu, was du mit deinen Kräften zustande bringst - darauf kommt alles an. Leo Tolstoi

Zwischen mir und dem kleinsten Tier liegt der Unterschied nur in der Erscheinungsform,im Prinzip sind wir das Gleiche.
Swami Vivekananda (1863-1902), Indischer hinduistischer Mönch

Menschenliebe und Tierliebe haben soviel miteinander zu tun wie persönlicher Frieden und politischer Frieden.
Franz Alt, 1938, Journalist und Autor

"Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität."
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker

"Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis auf's äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen."
Arthur Schopenhauer

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