Sonntag, 12. August 2007

Aufklärung ist Ärgnernis (Buch über K.H. Deschner)

Karl Heinz Deschner
Buch: „Aufklärung ist Ärgernis“ (über K.H. Deschner, geb. 1924, Kirchenkritiker)

Auszüge

S. 160

Aber wenn man genauer hinsieht: Schlachtet keine Tiere, mordet keine Menschen, benehmt euch nicht wie die leibhaftigen Teufel und nennt euch dabei Ebenbilder Gottes.
Ja reicht denn das noch nicht! Es brächte den Himmel auf Erden. Aber dann wäre freilich der hinter den Wolken nicht mehr wichtig, und das darf um keinen Preis geschehen.

S. 97, Karl Corino

…“Mit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion durch Kaiser Konstantin wurde die Lehre in ihr Gegenteil verkehrt.“
Militärdienst war ein paar Jahrhunderte verboten, das wurde umgebogen und staatsdienlich und kriegstauglich gemacht. „Aus Wehrdienstverweigerern und Märtyrern unter den frühen röm. Kaisern wurden nun Waffenträger und Feldprediger, die die Schwerter und Lanzen segneten.“ Konkurrierende Glaubensrichtungen wurden bekämpft, verleumdet, notfalls auf Konzilien niedergeschlagen wurden und wie das Papsttum mit allen Mitteln machiavellistischer Politik, lang vor Machiavelli, zu Großgrundbesitz, Größtgrundbesitz und zur weltlichen Großmacht aufstieg, gegebenenfalls anhand massiver Fälschungen: man denke nur an die sog. Konstantinische Schenkung, der wir den Kirchenstaat verdanken.

S.98
… die Zahl der himmelschreienden Untaten, auf die man beim Gang durch die Jh. Stößt, ist wahrhaft Legion. …Kreuzzüge, Vernichtung der Katharer, Albigenser und Waldenser (Corino stammt wahrscheinlich von diesen ab), die Bauernkriege, Hexenverfolgungen, Dreißigjähriger Krieg, wobei sich Katholizismus u. Protestantismus, mitunter in ihrer Menschenfeindlichkeit u. Grausamkeit, auch in ihrem Antisemitismus verdammt wenig unterschieden. …Es gab fatalste Brückenschläge – was etwa Luther hetzend gg. die Juden schrieb, das konnte 400 Jahre gut der „Stürmer“ brauchen.
… die anfeuernde Rolle der Kirchen in den zwei Weltkriegen des 20. Jh.

S. 99
… Der Münchner Phil.-Professor Wolfgang Stegmüller hat K.H. Deschner den „bedeudent-sten Kirchenkritiker“ des 20. Jh. genannt.
Es ist nicht nur die „herrliche Mischung von leidenschaftl. Engagement, klarster Logik, beißenden Sarkasmus und überwältigenden Wissen, die ihn zum „modernen Voltaire“ stempelt, es ist auch die Einheit von Denken und Tun.

…Aufgewachsen wie alle Franken – Bratwurstland – in bedenkenlosem Fleischkonsum, vom Vater her gewöhnt an Jagen, Fischen und Töten, hatte er sein Saulus-Paulus-Erlebnis.
In seinem ersten Buch „Die Nacht steht um mein Haus“ (1956) lesen wir:

„… ich glaube, dass wir kein Recht haben, die Tiere zu töten, es sei denn das Recht der Gewalt. Nein, ich mache keinen wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier… wie das die Christen tun, die demütigen Christen, die so demütig sind, dass sie sich für das Ebenbild Gottes halten, für das Ebenbild eines allgütigen, allweisen und allmächtigen Gottes, für das Ebenbild des Schöpfers des Himmels und der Erde. Du lieber Himmel. Was für ein Gott das sein muss, wenn man ihn beurteilt nach seinen Ebenbildern!
Nein, ich habe die Jagd aufgegeben, und da dachte ich, dass jeder Fleischesser schlimmer als ein Jäger ist, und schlimmer als ein Metzger ist, da dachte ich, und ich denke es heute noch, dass es nur Gedankenlosigkeit ist und Inkonsequenz und eine gemütsmuffige Verlogenheit, wenn sie sagen: nein, ich könnte kein Tier töten, ich könnte keinem Tier was zuleide tun, wobei sie sich schütteln und entsetzte Augen machen und sich den Bauch voll schlagen mit Fleisch […], habe ich auch das Fleischessen aufgegeben“

S. 100

… A.T. mit seinem Gebot „Machet euch die Erde untertan“, das ein Todesurteil für Milliarden von Tieren impliziert.


S. 313
…Gabriele Röwer nimmt K.H. Deschner vor Joachim Kahl, diesen Anbeter vom „Wahren, Schönen und Guten“ in Schutz und demaskiert diesen verkappten Pfaffen.

Ihre Appelle an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen sind inzwischen bei allen Neokonservativen, voran den Rechtsliberalen, salonfähig.
In Text II stellen Sie Ihr Gentleman-Ideal vor, ein „Modell kultivierten und zivilisierten Menschseins“, das, „ausgesprochen auf Realitätstüchtigkeit orientiert“ (welche Realität meinen Sie?), charakterisiert ist „durch Einheit von Ethik und Ästhetik des Lebens“, also „verantwortliches Handeln mit Sinn für Lebensart, Geschmack und Stil“ verbindet: Wie befreiend für den in Slums von Bogotà und Buenos Aires Verreckenden!

S. 314 - Die „Loser“ kommen in Ihrem erhebend-erhabenen Weltbild, geprägt durch „Selbstvorsorge“ und Sekundärtugenden wie „Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer, Geduld, Sorgfalt, Genauigkeit, Pünktlichkeit“ nicht vor. „Sei notfalls“, raten Sie, auch ein guter Verlierer im „Spiel des Lebens“ (wenn es dich deines Arbeitsplatzes, deiner Wohnung, deiner Familie beraubt?), nimm das Leben „spielerisch, gelassen, locker, eben „gentlemanlike“ – nichts leichter als das, wenn man nur noch „seine Ketten“ zu verlieren hat…

S. 318
…beruft sich Deschner auf George Bernard Shaw, … „für den die Tatsache, dass der Gläubige sich glücklicher fühle als der Ungläubige, nicht mehr besagt als jene, dass der Betrunkene glücklicher sei als der Nüchterne.“

Mittwoch, 31. Januar 2007

Tierrechte - Sprüche bekannter Personen

Von: http://echoverlag.de/

Ich bin Leben, das Leben will,inmitten von Leben, das leben will."
Albert Schweitzer (1875-1965)

"Wahre menschliche Kultur gibt es erst,wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt."
Wilhelm Busch

Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
Christian Morgenstern

"Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.
Was sie sich an Torheiten leisten, um die überlieferte Engherzigkeit aufrechtzuerhalten und auf ein Prinzip zu bringen, grenzt ans Unglaubliche.
Entweder lassen sie das Mitgefühl gegen Tiere ganz weg, oder sie sorgen dafür, dass es zu einem nichtssagenden Rest zusammenschrumpft. Lassen sie etwas mehr davon bestehen, so glauben sie dafür weithergeholte Rechtfertigungen, wenn nicht gar Entschuldigungen vorbringen zu müssen."
Albert Schweitzer

"Meiner Überzeugung nach wird auch einst die Zeit kommen,wo niemand sich wird mit Leichen ernähren wollen, wo niemand mehr sich zum Schlächterhandwerk bereitfinden wird. Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen, wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müssten!"
Berta von Suttner, Friedensnobelpreis 1905

"Der untrügliche Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere behandeln."
Berthold Auerbach

"Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat - wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?"
fragt der Philosoph Pythagoras.

"Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück."
Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker

"Denn wahrlich,ich sage euch:der, der tötet, tötet sich selbst,und wer vom Fleischerschlagener Tiere ißt, ißt vom Körper des Todes. Aber ich sage euch:Tötet weder Mensch noch Tier, noch die Nahrung,die euer Mundaufnimmt."
Jesus"Das Evangelium der Essener"

Wenn du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh dich, so weit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht - tu, was du mit deinen Kräften zustande bringst - darauf kommt alles an. Leo Tolstoi

Zwischen mir und dem kleinsten Tier liegt der Unterschied nur in der Erscheinungsform,im Prinzip sind wir das Gleiche.
Swami Vivekananda (1863-1902), Indischer hinduistischer Mönch

Menschenliebe und Tierliebe haben soviel miteinander zu tun wie persönlicher Frieden und politischer Frieden.
Franz Alt, 1938, Journalist und Autor

"Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität."
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker

"Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis auf's äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen."
Arthur Schopenhauer

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