Mittwoch, 30. August 2017

Österreichische Behörden raten, Ziegen und Schafe nicht an Muslime zu verkaufen

Österreichische Behörden raten, Ziegen und Schafe nicht an Muslime zu verkaufen  

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Dazu kann ich diesen Behörden nur mein höchstes Lob aussprechen und BRAVO sagen. Bei mir stehen Tiere und Tierleid VOR Religion und Tradition.

Wer das rechts nennen will soll es tun, es ist mir absolut wurscht! Warum sollen wegen Muslimen Tiere auf so grausame Weise umgebracht werden?? Nebenbei ist es ein Schmarrn, dass Tiere restlos ausbluten, aber da fehlt die Intelligenz das zu verstehen.

Hier ein Bericht aus derwesten.de

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muslim-Opferfest
Zum muslimischen Opferfest werden traditionell Schafe oder Ziegen geschlachtet.
Foto: imago stock&people / imago/Depo Photos
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Für Muslime weltweit steht das Opferfest kurz bevor

Traditionell wird zu den Feiertagen ein Schaf oder eine Ziege geschlachtet

In Österreich haben die Behörden nun Warnungen an Landwirte ausgesprochen


Graz.  Dieses Schreiben der österreichischen Behörden hat es in sich! Darin wird davor gewarnt, kleine Wiederkäuer an Personen zu verkaufen, wenn der Verdacht bestehe, dass das Tier geschächtet werden könnte, berichtet der österreichische „Standard“. Ein Bio-Bauer hatte sich verwundert und verärgert an die Zeitung gewandt, weil er das Schreiben als einen „Verkauft nicht an Muslime“-Aufruf auffasste.

In dem Brief machten die Behörden Schaf- und Ziegenhalter darauf aufmerksam, dass Muslime in Kürze das Opferfest feierten. In diesem Jahr fällt das höchste muslimische Fest auf die Zeit vom 31. August bis 4. September. Traditionell wird zu diesem Anlass ein Tier geschlachtet. Es sei üblich, „zu opfern und rituell, das heißt ohne vorangehende Betäubung, zu schlachten“, zitiert „der Standard“ aus dem Brief an die Landwirte.

Bei wem ist Verdacht angebracht?

Das Schächten ist in Österreich – wie auch in Deutschland – grundsätzlich nicht erlaubt. Nur Betrieben mit Sondererlaubnis ist es gestattet. Die Landwirte sollten deshalb keine kleinen Wiederkäuer an Personen verkaufen, „wenn der Verdacht besteht, dass diese Tiere geschächtet werden“, zitiert „der Standard“ weiter.

„Bei welchem Menschen besteht der Verdacht, dass sie Gesetze nicht einhalten? Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe? Bei Menschen mit ausländischem Akzent?“, wollte der Bio-Bauer, der das Schreiben an die Journalisten weitergeleitet hatte, wissen.

Behörden haben keine Antworten auf Nachfrage

Ausgereifte Antworten erhielten auch die „der Standard“-Journalisten auf Nachfrage bei den Behörden nicht. Niemand wolle so recht verantwortlich für den Brief sein. Auf welcher Rechtsgrundlage der Brief erstellt und verschickt wurde, sei unklar, berichtet die Tageszeitung online.

Im vergangenen Jahr hatte es dem Bericht zufolge allein im österreichischen Bezirk Weiz 79 illegale Schächtungen gegeben. In der gesamten Steiermark gebe es nur zwei Betriebe mit Ausnahmegenehmigungen. (jkali)

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Mehr zum Thema:

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Österreichische Behörden raten, Ziegen und Schafe nicht an Muslime zu verkaufen

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Gruß Hubert

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Schweinegedanken

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Aus dem Buch  „Totentanz der Tiere“ von Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos die Gedanken eines Schweines es auf seinen letzten Weg vom Viehtransporter in den Schlachthof geht.

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Ich höre den Motor des Lkws, das Türenschlagen des Viehtransporters. Nach meiner Einschätzung müsste es Abend sein. Genau kann ich es nicht sagen, die Lebenszeit, die ich hier verbringe, ist bei künstlichem Dämmerlicht, ohne Bewegung, in unerträglichem Gestank, auf Spaltböden und Kunstfutter mit zahllosen Medikamenten; Gras haben meine Füße nie gespürt, nur Kot, nur Dreck. Vielleicht habe ich einmal im Leben das große Glück, auf dem Transport das richtige Licht zu sehen, richtige Luft zu atmen. Es soll ja eine Sonne geben, Sterne , Wind und Regen. Aber das sind Mythen, die durch unsere Gedanken kreisen, bei uns Tausenden, die hier eingeschlossen sind, hier geboren sind, ich weiß es aber nicht.
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Ich sitze in einer der vorderen Boxen, ich bin heute auf jeden Fall dabei. Endlich ist der große Tag der Befreiung gekommen, der Tag, den wir alle herbeisehnen, der Tag auf den sich unser ganzes Leiden hin entwickelt hat, der Sinn unserer kurzen, qualvollen Existenz. Der Weg, die Fahrt zum Schlachthof, meine letzte Chance einen Blick auf diese mörderische Welt zu werfen. Ich habe mir vorgenommen, den Weg mit größter Würde anzutreten, mit Demut gegenüber meinem Schicksal. Der Tod wird ein Geschenk für mich sein. Ich kehre in den unendlichen Frieden zurück, aus dem ich einst aufgebrochen bin, aus dem ich in diese fürchterliche Menschenwelt geworfen wurde.
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Ich hab mir vorgenommen, aufrecht zu gehen, auch wenn die Beine unter meinem Körper einknicken, die Last des Körpers kaum tragen können, weil ich sie Zeit meines Lebens nicht benutzen konnte. Ich werde mit zusammengebissenen Zähnen die Elektroschocks der Treiber ertragen, zum letzten Mal, es gilt die Freiheit des Todes zu erringen. Es ist dies kein Anflug von Verzweiflung, ich kenne die Kette meiner Tage, kenne die Kette der Qual, des Martyriums aus meinen wenigen Lebenstagen. Mein Verlangen nach einer Zeit, in der Leben aufhört, Folter und Qual zu sein, ist unbändig.
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Jetzt bin ich an der Reihe, die Boxentür geht auf, ich erhalte einen brutalen Stockschlag an den Kopf. Es scheint tatsächlich abends zu sein, wenn man das so nennt. Ich hab es noch nie gesehen. Abends bedeutet eine letzte lange Qual, die letzte allerdings. Es bedeutet eine lange Fahrt, vielleicht zum Schlachthof nach Rom, die Nacht hindurch, durstig, hungrig, voller Ungewissheit. Rom sehen und sterben!
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Der Weg in die Freiheit ist bitter und qualvoll erkauft, manche von uns sterben leichter, manche fürchterlicher, aber der Lohn ist immer der unendlich tiefe Frieden, die Flucht vor der Menschheit. Die Menschheit, die uns ein Leben in Freiheit, in Sicherheit verweigert. Die Natur wird mich aber wieder in die Masse der Wesen einkneten und macht vielleicht eine Wolke, einen Tautropfen, hoffentlich aber nicht wieder ein Schwein oder gar einen Menschen aus mir. Egal, morgen früh komme ich in die Todesbox, mit etwas Glück ist der Akkordschlächter nüchtern, trifft mich gut mit dem Bolzenschuss. Ich werde stillhalten, nicht ausweichen, damit es schnell geht. Wir sterben an diesem Tag zu Tausenden, so wie jeden Tag. Tausend Lebewesen jede Sekunde auf der besten aller Welten, auf einer Welt, welche die Menschheit zum großen Schlachthaus gemacht hat.
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Das Quieken der Anderen ist das verzweifelte Auslachen der Menschheit durch uns Todgeweihte, das Lachen darüber, dass wir mit dem Tod ihrer Macht endgültig entfliehen, das Lachen der Verachtung ob ihrer Überheblichkeit, ob ihres Wahnsinns. Einen Tag später werden meine zerlegten Körperteile verkauft und gegessen, hoffentlich aber von einem Hund oder einer Katze. Der Gedanke, im Körper eines Menschen begraben zu werden, ist mir zutiefst zuwider, im Körper derjenigen, die sich für das Ebenbild eines Gottes halten, eines bluttriefenden, erbarmungslosen Gottes.
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(aus: Bleibohm/Hoos, Totentanz der Tiere, Geistkirch Verlag,
Saarbrücken 2009, S. 49 ff.)
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Aus dem Klappentext des Buches vom Geistkirch Verlag.
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In einer Welt, in welcher der Sinn für Natur- und Umweltschutz nur zögerlich wächst, werden Tierrechte vernachlässigt, ignoriert und im allgemeinen Bewusstsein ausgeblendet.

Inakzeptable Massentierhaltungen, eine wachsende Zahl an Tierversuchen und eine aus­ufernde Hobby- und Spaßjagd stellen ein massives Tierschutzproblem dar. Tierrechte werden mit Füßen getreten, obwohl die existierende Gesetzgebung zum Tierschutz – würde dieser konsequent umgesetzt – einen Rahmen bieten würde, mit dem zahlreiche Vergehen auszumerzen wären. Tierleid geschieht unter den zum Teil blinden Augen von Behörden, wird gesellschaftlich nicht geächtet und von den Kirchen zusätzlich noch sanktioniert.

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos zeigen Missstände und Zusammenhänge schonungslos und direkt auf und legen den Finger in die Wunde der Gleichgültigkeit. Fachlich fundierte Beiträge wechseln mit bissiger Satire ab. Ein besonderes Augenmerk werfen die beiden Autoren dabei auf den Widersinn der Jagd und auf die ethischen Ursachen des Tierleides durch christliche Glaubensvorstellungen.

Weitere Informationen unter www.pro-iure-animalis.de

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http://www.geistkirch.de/index.php?route=product/product&product_id=115

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Gruß Hubert

Donnerstag, 17. November 2016

Jagd ist Tierquälerei!

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Da las ich doch neulich wirklich, wie ein Jäger das Ammenmärchen verbreitete: „Bei der Jagd werden Tiere schonend und leidensfrei erlegt“. Für wie dumm halten uns solche „Heger und Pfleger“? Das ist ja eine Beleidigung für jeden, der einen durchschnittlichen IQ hat.
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Nun zu animal-spirit.at

Jagd ist Tierquälerei!

Jagdverbände behaupten, Jagdausübung und Tierschutz seien keine Gegensätze. Die Ansprüche des Tierschutzes seien bereits in den allgemeinen Grundsätzen „deutscher Waidgerechtigkeit“ enthalten. Papier ist geduldig – die Praxis sieht anders aus: Schuß … und tot! Das trifft in vielen Fällen nicht zu. Unter anderem haben Untersuchungen in Großbritannien dies gezeigt. Hier wurde die Treffsicherheit von Jägern auf sich bewegende Papiersilhouetten eines Fuchses untersucht. Anhand der Lage der Einschußlöcher und der errechneten Eindringtiefe der Geschosse wurde abgeleitet, daß unter normalen Geländebedingungen jeder zweite Fuchs durch eine Schußverletzung lediglich verwundet worden wäre.
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) berichtet von Untersuchungen, wonach nach Treibjagden zwei Drittel der Wildschweine nicht sofort tödliche Schüsse aufweisen: im Rücken, im Bauch oder an den Beinen.  Bei Rehen wiesen ca. 60 % der weiblichen Tiere Bauchschüsse auf. Bei der Wasservogeljagd wird häufig mit Schrot in die Vogelschwärme geschossen. Zahlreiche Tiere werden lediglich „angebleit“ und verenden häufig unbemerkt an ihren Verletzungen (siehe auch Foto in unserem Bericht vom 22.8.2016, www.animal-spirit.at/news/betrifft-sinnlosigkeit-der-jagd).
Das sind nur einige wenige Beispiel von „waidgerechter Tierquälerei“, hier noch weitere:
die Haltung von Füchsen in nicht artgerechten Zwingern; die Ausbildung von Jagdhunden mit gefangenen Füchsen; die Baujagd, bei der scharfe Bauhunde sich für beide Seiten blutige Kämpfe mit Füchsen und Dachsen liefern; die Ausbildung von Jagdhunden auf der Hasenspur oder an der lebenden Ente; das Töten von für die Aufzucht erforderlichen Fuchsrüden während der Paarungszeit; das Hetzen von Wild durch nicht unter Kontrolle befindliche Hunde; die Beunruhigung von Wildtieren während der Wintermonate; die Fallenjagd, das Aussetzen von gezüchteten Tieren zum Zwecke der Jagd u.v.m.

Fakten gegen die Jagd: Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!

Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben, und doch ist es in deutschen Wäldern blutige Realität: 320.000 Jäger bringen alleine in Deutschland jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere ums Leben (Anm.: in Österreich waren es im letzten Jagdjahr offiziell sogar 771.000 „Stück“ – bei einem Zehntel der Einwohnerzahl -, 7,2% mehr als im Jahr davor, ermordet von insgesamt 123.000 „Jagdkartenbesitzern“).  5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
Von einem »schnellen Tod« kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei »Expansionsgeschosse« aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als »Pirschzeichen« herausschlagen. Die »Nachsuche« dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Fallen bereiten Füchsen und Mardern, aber auch Hunden und Katzen einen oft tagelangen Todeskampf – oder hinterlassen Krüppel, z.B. Füchse oder Katzen mit abgeschlagenem Bein. Die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, daß in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde. Opfer der Waidmannslust sind aber auch jährlich einige Hunderttausend Haustiere wie Hunde und Katzen – durch Fallen oder Schrotschuß. Katzen sind beliebte Köder zum Anlocken von Füchsen.
Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

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Hier noch eine Geschichte von Maria D.

Betrifft: Sinnlosigkeit der Jagd!

22.08.2016
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Grausame Jagd: abgeschossener Vorderlauf
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Unser Mitglied Maria D. aus Niederösterreich schreibt uns: „Eigentlich fehlen einem ohnehin die Worte bei den Vorkommnissen in Wald und Flur. Ich schicke euch Bilder von einem jungen Rehbock, der heute morgen bei uns auf der Pferdeweide gelegen ist und mich und meine Pferde mit traurigen hoffnungslosen Augen anschaute. Der herbeigerufene Jäger hat ihn totgeschossen und erst dann wurde das ganze Elend deutlich: der linke Vorderfuß wurde dem armen Tier vor einiger Zeit schlichtweg abgeschossen, sah aber gut verheilt aus und gestern Abend hat wahrscheinlich derselbe „Heger und Jäger“ einen weiteren Fehlschuß gemacht und ihm auch noch den Hinterlauf zertrümmert.
Der Ortsjäger hat uns dann dahingehend informiert, daß nicht nur dieses arme Kerlchen seit einiger Zeit dreibeinig dahinvegetieren mußte, sondern ebenso ein alter größerer Bock und ein Kitz, denen ebenfalls ein Vorderlauf fehlt, also abgeschossen wurde; das habe er mit der Nachtkamera gesehen!

Haben diese Grünröcke und selbsternannten „Heger“ wirklich noch immer Narrenfreiheit in unserer Natur? Gerade der hier infrage kommende Grünrockträger scheint häufig danebenzuschießen, weil meist mindestens zwei Schüsse nacheinander aufhorchen lassen, wenn der wieder am Jagen ist. Sie schießen ja jetzt im Herbst ganz nahe an den Ortschaften, weil dort die Felder abgeerntet worden sind und die Tiere ahnungs- und wehrlos drüberwechseln. Ich frage mich oft: wie oft knallen die eigentlich auf so ein liebevolles zartes Lebewesen? Und wie verroht und widerwärtig muß man als „Mensch“ sein, um einem Tier solch ein Leid mutwillig und aus purer Lust am Töten zuzufügen? Meines Erachtens gehört so einem Schießteufel sofort die Jagdkarte entzogen und nicht nur das – wo bleiben wirksame Tierschutzgesetze, die endlich auch die Jagd miteinschließen? Aber das wissen unsere (Landes-)Politiker tunlichst zu verhindern, weil ein Gutteil davon – egal welcher Parteifarbe – selber der Mordlust fröhnt.“

Mit freundlichen Grüßen, Maria D.

https://www.animal-spirit.at/news/betrifft-sinnlosigkeit-der-jagd

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Gruß Hubert

Dienstag, 18. Oktober 2016

Trauer um den Bären, der auf zwei Beinen lief

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Ich frage mich was das für Menschen sind in den USA. Gut, verachtenswerte Jäger gibt es bei uns auch. Aber ich glaube nicht, dass es sich bei uns in Europa ein Jäger leisten könnte damit zu prahlen so einen außergewöhnlichen Bären, der immer auf zwei Beinen wie ein Mensch ging, mit Pfeil und Bogen erschossen zu haben. Wohlgemerkt, mit Pfeil und Bogen! Spinnen die total die Amis?? Das ist ja noch viel grausamer als mit einer Kugel erschossen zu werden. In einer Woche wurden 487 Bären mit Pfeil und Bogen getötet. Welche Sadisten es da in den USA gibt… Arme perverse und kranke Amis! Kein Wunder dass es da Kandidaten wie Trump gibt.
Die einzig gerechte Strafe, die es gäbe wäre jeden einzelnen dieser Jäger auch mit Pfeil und Bogen zu erlegen (erlegen sage ich bei diesen Jägern, nicht bei Tieren).

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Trauer um den Bären, der auf zwei Beinen lief

„Der Jäger prahlte damit, dass ihn sein Pfeil durchbohrte“

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Er war der berühmteste Schwarzbär der Welt: „Pedals“ lief auf zwei Beinen umher. Er hatte eine riesige Fangemeinde. Das traurige Ende seiner Geschichte geht mit einem furchtbaren Verdacht einher.

In den Vororten des Großraums New York sind Sichtungen von Amerikanischen Schwarzbären keine Seltenheit. Immer wieder verlassen die bis zu hundert Kilogramm schweren Tiere die Wälder im Umland und suchen in den Mülltonnen der Siedlungen nach Nahrung. Menschen gehen die Raubtiere auf ihren Streifzügen meistens aus dem Weg: In New Jersey wurde zum Beispiel seit der Gründung des US-Bundesstaates nur eine tödliche Attacke durch einen Schwarzbären registriert.

 

Eines der Tiere hat es in der Region sogar zum Status einer Legende geschafft. Denn „Pedals“, wie er von seinen Fans getauft wurde, lief nicht auf allen Vieren durch die Vororte, sondern aufrecht, auf den Hinterbeinen.

Seit 2014 dokumentierten die Bewohner der Siedlung Rockaway Township, rund 60 Kilometer nordwestlich des Hudson Rivers, immer wieder die Besuche des Bären auf Fotos und Videos. Viele, denen Pedals über den Weg lief, hielten ihn zunächst für einen Menschen in einem Bärenköstum.

Warum der Schwarzbär aufrecht lief, ist nicht bekannt. Fachleute vermuteten, dass er entweder aufgrund einer Verletzung seine Vorderpfoten nicht mehr benutzen konnte, oder dass diese von Geburt an fehlgebildet waren, schreibt die „New York Times“.

 

Seine beinahe menschliche Fortbewegungsart verschaffte dem Tier eine große Fangemeinde. Einer Pedals gewidmeten Facebook-Gruppe traten mehr als 21.000 Nutzer bei, über 300.000 Menschen unterstützten eine Petition, die eine Unterbringung des Bären in einem Nationalpark forderte.

 

„Seine wundervolle Seele verließ seinen Körper“

Doch diese Bemühungen kommen zu spät. Wie einer der Administratoren der Facebook-Gruppe berichtet, wurde Pedals in der vergangenen Woche offenbar von einem Jäger mit Pfeil und Bogen erlegt. „Pedals hat nun seinen Frieden gefunden“, heißt es in dem Beitrag. „Seine wundervolle Seele verließ seinen Körper, als er getötet wurde.“

In Pedals Fangemeinde löste die Todesmeldung große Bestürzung aus. Tausende teilten den Facebook-Beitrag, viele widmeten ihm Posts bei Twitter. Verstärkt wurde die Trauer durch den Umstand, dass das Tier wahrscheinlich der ersten offiziell erlaubten Schwarzbären-Jagd seit den 1960er-Jahren zum Opfer fiel.

 


Normalerweise ist das Töten von Schwarzbären in New Jersey verboten.  

Doch von Montag bis Freitag der vergangenen Woche erlaubten die Behörden ausnahmsweise die Jagd mit Pfeil und Bogen. Denn seit dreißig Jahren nimmt die Zahl der Tiere im am dichtesten besiedelten Staat der USA beständig zu. 487 (!!) Bären wurden nun innerhalb von fünf Tagen erlegt.


Ob Pedals tatsächlich darunter war, wollte die Umweltschutzbehörde des Staates bisher nicht bestätigen. Man werde den Meldungen aber nachgehen und die bei den offiziellen Stellen abgelieferten Bärenkadaver untersuchen, sagte ein Sprecher.

Für Pedals Fans besteht jedoch kein Zweifel: Ihr geliebter Schwarzbär ist tot. Mehrere Jäger hätten bestätigt, dass er zu einer Jagdstation gebracht worden sei, heißt es in der Todesmeldung auf Facebook. „Der Jäger, der ihn seit drei Jahren töten wollte, prahlte damit, dass ihn sein Pfeil durchbohrt hat“, schreibt der Moderator der Gruppe.


Trauer um den Bären, der auf zwei Beinen lief

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Gruß Hubert

 

Donnerstag, 5. Februar 2015

Schwein Albert

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Ich möchte hier die Geschichte von Schwein Albert erzählen. Es berührt einem ja viel mehr wenn man konkret die Geschichte eines einzelnen Tieres oder Menschen kennt als wenn die Ereignisse in der Masse der Anonymität und somit oft im Verdrängtwerden untergehen. Das traurige an der Geschichte its ja, dass das der Alltag von Schweinen ist.

Tier des Monats: Schwein Albert

 

Albert Portrait
Ich bin Albert, ein Schwein in einer niederösterreichischen Tierfabrik.
Schweine
Bereits nach 4 Wochen wurden meine Geschwister und ich von unserer Mutter getrennt.

Seitdem lebe ich mit 9 anderen Schweinen in einer engen und dreckigen Bucht.
Spritze
Durch die Enge und den Schmutz werden viele von uns krank. Sie werden dann mit Medikamenten behandelt oder sterben im schlimmsten Fall.
Wiese
Seit ich ein kleines Baby bin, wünsche ich mir mal eine saftige Wiese zu sehen!
Freiheit
Ebenso wünsche ich mir Freiheit für mich, meine Geschwister und meine Mutter.
Schlamm
Im Schlamm zu suhlen und die Sonne auf der Haut zu spüren wird wohl ein ewiger Traum bleiben...


Ein junges Schwein berichtet über sein Leben in der Tierfabrik...



Mein Name ist Albert, ich bin ein Schwein und lebe in einer Tierfabrik mit etwa 800 anderen Schweinen. Mir wurde gesagt, dass diese Halle, in der wir alle leben in Niederösterreich steht. Ich weiß überhaupt nicht, wie es draußen aussieht. Nur als ich brutal vom Transporter gestoßen wurde, der mich hierher gebracht hat, hab ich ein etwas von der Umgebung gesehen, aber genießen konnte ich es nicht. Ich wurde sehr schnell hinein geschickt und gleich mit einigen anderen in eine Bucht getrieben.
Eigentlich nennen mich nur die 9 Schweine um mich herum Albert. Zu den restlichen 791 hab ich leider kaum Kontakt, ich kann sie schreien hören und rieche sie. Der Mensch, der manchmal bei uns vorbeikommt, hat mich noch nie beim Namen genannt. Bei den Menschen bin ich nur eine Nummer.

Wie´s mir so geht?


Naja, von einem echten Schweineleben, wie ich es mir wünschen würde, kann ich nur träumen. Kein Schlamm zum Baden, keine Bäume zum Scheuern, keine Erde zum Wühlen, keine Sonne, die mir auf den Rücken scheint, kein Platz zum Herumlaufen und Spielen. Nichts davon ist hier möglich, denn ich stehe auf einem harten Spaltenboden und habe nicht einmal 1m² Platz. Das Einzige, was wir den ganzen Tag machen können, ist essen und schlafen. Das ist ziemlich langweilig, denn wir alle sind sehr neugierige Tiere. Wenn ich müde bin und schlafen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf den harten Boden in meine eigenen Ausscheidungen und auch in die Ausscheidungen meiner Buchtenkollegen zu legen.

Als wir hier hergekommen sind, hat es schon gestunken, aber mittlerweile bin ich seit etwa 4 Monaten da, und es ist wirklich unerträglich. Unsere Nase ist ein spitzen Sinnesorgan, umso schlimmer ist der entsetzliche Gestank und das Brennen in den Augen. Das verursacht der Ammoniak und der kommt aus den Exkrementen im Güllekanal, den man sehen kann, wenn man genau durch die Spalten im Boden blickt. Auch die Spalten selbst, auf denen wir stehen und schlafen, sind mittlerweile kotverschmiert. Einem meiner Kollegen ist ein Stück Darm aus seinem Popo gerutscht und andere haben aus lauter Langeweile, und weil sie schon vor Gestank und Schmerzen am Durchdrehen waren, darauf herumgekaut. Der Bauer hat dann meinen kranken Kollegen einfach auf den Gang zwischen den Buchten gelegt, bis er gestorben ist.

So schwer verletzt bin ich zwar nicht, aber an meinen Gelenken sind Schwielen, die langsam sehr schmerzhaft werden. Wenn ich an schmerzhaft denke, fallen mir einige schreckliche Momente meines Lebens ein.
Meine Mutter war in ein Gitter gesperrt, wodurch sie sich nicht wirklich um uns Babys kümmern konnte. Dieses Gitter wird auch Abferkelgitter oder Kastenstand genannt. Ein wirkliches Kuscheln, Schmusen und Abschlecken von meiner Mutter war dadurch nicht möglich. Ein Busserl hab ich nur bekommen, wenn ich vorne bei der Nase meiner Mama vorbeimarschiert bin. Meine Mama hat sich immer entschuldigt, dass sie sich nicht um uns Babys kümmern konnte und auch kein bequemes Nest bauen konnte, aber die Menschen haben sie in diesen Kastenstand gesperrt. Sie konnte sich nicht einmal umdrehen! Mama hat gesagt, dass sie schon einen Großteil ihres Lebens so eingesperrt ist und, dass es vielen Mutterschweinen so ergeht. Die Trennung von meiner Mutter war schon sehr früh, ich war circa 4 Wochen alt. Ich war sehr traurig und verstört. Auf einem LKW ging dann meine Reise weiter in diese Masthalle hier.

Der für mich sicherlich qualvollste Moment in meinem Leben war, als ich noch bei meiner Mutter lebte. Ich war noch nicht einmal eine Woche alt, als der Bauer mich von meiner Mutter wegnahm. Ich hatte große Angst, ich wusste nicht, was vor sich ging. Dann hat mich der Bauer sehr fest gehalten, richtig fixiert in seinen Händen. Ich konnte nicht aus, ich wollte weg, hatte aber keine Chance. Vor lauter Angst hab ich geschrien, doch dann spürte ich auf einmal einen furchtbaren Schmerz bei meinen Hoden. Der Bauer hat mir mit einem Skalpell zwei Schnitte zugefügt. Das hat so weh getan, es war unfassbar. 

Vor lauter Schmerzen hab ich geschrien so laut ich konnte und dann kam gleich die nächste furchtbare Qual. Ein starkes Ziehen war zu spüren, gefolgt von einem weiteren Schnitt. Mir wurden meine Samenstränge durchtrennt. Ich wurde kastriert. Ich hab verzweifelt geschrien, versuchte mich zu wehren. Ich war verstört, geschockt und hatte unvorstellbare Schmerzen, die ich noch Tage später spüren konnte.
Meine Mutter hat gesagt, dass alle männlichen Ferkel kastriert werden, weil sie dann besser schmecken. Ja wirklich, schmecken hat sie gesagt. Denn Schweine werden nur gezüchtet, um getötet und gegessen zu werden. Kann das jemand verstehen? - Und mit diesem Wissen muss ich jetzt leben. Ich weiß nicht wie lange noch, eine Woche, einen Tag, ein paar Stunden? Jeden Tag lebe ich voller Angst, dass das mein letzter ist und ich weggebracht werde. Auf den Schlachthof. Ich habe kein schönes Leben – aber sterben? Das will ich auch nicht.

http://vgt.at/presse/news/2015/news20150129es.php


Gruß Hubert

Montag, 15. Dezember 2014

Grausame Tierversuche in Tübingen an Affen

Demo: Am 20.12.2014 werden Tierversuchsgegner das MPI in Tübingen umstellen
Ich kann mich nur dem Liedermacher Hans Söllner anschließen, der folgendes sagte: "Ich finde es geradezu ekelerregend und schamlos, dass es in der heutigen Zeit so etwas noch gibt. Tiermörder und Lebewesenvernichter dürfen sich Ärzte und Forscher nennen und unter dem Deckmantel von Gesundheit und Forschung Millionenfach Leben vernichten.Und nicht nur das, sie dürfen quälen und verstümmeln, verbrennen und ohne Grund Schmerzen zu fügen."
Hier nur eines der grausamen Bilder, bei denen man kaum hinschauen kann.
 

 
Bisher unbekannte Bilder von schrecklich verstümmelten Affen aufgetaucht.
Die Demonstration ist die Dritte einer Serie der gößten Anti-Tierversuchsdemonstrationen in Deutschland, die nach der Veröffentlichung einer 6 monatigen undercover Recherche am Max-Planck-Institut Tübingen begann. Die undercover Recherche hatte grausame und rechtswidrige Zustände aufgedeckt. Nun sind neue Bilder aufgetaucht, die noch schlimmere Zustände zeigen.

Die Bilderserie mit zugeordneten Namen von Affen, die laut unseren Recherchen am MPI in Tübingen benutzt wurden, ist entsetzlich. Die Eingriffe an den Tieren sind massiv, die Bilder kaum zu ertragen. Welchen Sinn haben diese Versuche? Welche Ergebnisse hat das Implantieren von VIER Zugängen in den Kopf des Affen Dino erbracht? Wie konnten die Behörden solche schwerstwiegenden Eingriffe genehmigen? Auch die Schädel der Affen Grisu und Heini sind großflächig mit Apparaturen verstümmelt. Die Bilder dieser und vieler anderer Affen aus den durchgesickerten Fotos zeigen, dass die schlimmen Zustände am MPI kein Einzelfall sind. SOKO Tierschutz hat sowohl an das MPI als auch an das Regierungspräsidium einen Fragebogen zu den neu aufgetauchten Bildern gerichtet.

Am 20.12.2014 findet die dritte Großdemo gegen Tierversuche in Tübingen statt. SOKO Tierschutz erwartet etwa 1000 Tierversuchsgegner. Die Demo beginnt an der Neuen Aula und wird als Demomarsch bis zum MPI geführt. Dort werden wir Hand in Hand den Ort des Grauens umstellen und jeder Teilnehmer wird ein Licht für die getöteten und noch leidenden Versuchstiere entzünden, so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz. Anschließend werden Tierversuchsgegner noch bis zum nächsten Morgen ausharren und eine Mahnwache vor dem Labor abhalten.
SOKO Tierschutz fordert eine sofortige Einstellung der illegalen Forschung am MPI und die Rettung der Affen aus dem Labor. Eine Einrichtung, die selbst nach 30 Jahren Forschung keine ernsthaften Durchbrüche aus eigener Hand vorweisen kann und systematisch Tiere quält, hat ihre steuerfinanzierte Daseinsberechtigung verloren und muss geschlossen werden.

http://tierschutznews.ch/aktiv-werden/events/5521-demo-20-12-2014-werden-tierversuchsgegner-das-mpi-in-tuebingen-umstellen.html


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Der bekannte deutsche Liedermacher Hans Söllner unterstützt unseren Protest gegen die grausame Forschung am MPI in Tübingen und hat den Mut, das öffentlich auszusprechen, was viele von uns denken.
Wahre Worte. Großen Dank an Hans Söllner für diese wichtige Botschaft.

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"Gegen Tierversuche am Max Planck Institut in Tübingen.

Ich finde es geradezu ekelerregend und schamlos, dass es in der heutigen Zeit so etwas noch gibt. Tiermörder und Lebewesenvernichter dürfen sich Ärzte und Forscher nennen und unter dem Deckmantel von Gesundheit und Forschung Millionenfach Leben vernichten.

Und nicht nur das, sie dürfen quälen und verstümmeln, verbrennen und ohne Grund Schmerzen zu fügen.

Ich bedanke mich für den Mut und die Kraft bei all denen, die sich für dieses Leben und diese Mitbewohner auf unserer Erde einsetzen. Wenn wir es nicht mehr anders schaffen auf dieser Welt zu überleben, ohne Tierversuche, ohne Quälerei und Massenmorde in Schlachthöfen und Tierversuchsanstalten, dann sollten wir nicht über Demokratie und Freiheit reden, denn die Freiheit und die Demokratie aller Lebewesen auf dieser Erde sollte ein Inbegriff unseres eigenen Daseins werden.

Ich kann leider nicht vor Ort sein aber ich schicke euch meine ganze Kraft und Sympathie und die meiner Familie und unserer Haustiere für euren Mut dagegen zu sein. Ich wünsche euch 100000 Menschen bei euren Aktionen und dass die, gegen die sich euer Protest richtet, endlich erkennen dass Artgerecht nur die Freiheit ist.
Hans Söllner"
OPERATION: QUARANTÄNE - Trailer // SOKO Tierschutz e.V.





http://youtu.be/xGJd9_pYJRc

http://www.soko-tierschutz.org/de/news/321-hans-s%C3%B6llner-unterst%C3%BCtzt-protest.html



Gruß Hubert

Donnerstag, 18. April 2013

Das schwärzeste aller Verbrechen - Teil 2

Das schwärzeste aller Verbrechen - Teil 2

Christen gegen die Kreatur 


Von Karlheinz Deschner - 2. Teil
Und heute? Klipp und klar erklärt 1993 der "Katechismus der Katholischen Kirche": "Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig ...".
Ja, hält dieser katholische Katechismus nicht weiter Tür und Tor offen für jede Scheußlichkeit gegenüber einer ganz und gar wehrlosen, ganz und gar schuldlosen, aber ganz und gar versklavten Kreatur? Gegenüber Geschöpfen, die oft in ihrem Erleben, Fühlen, wie Genetik, Biologie, Verhaltensforschung, wie ja auch alltägliche Erfahrungen zeigen, uns in vielem sehr ähnlich, uns nicht selten inniger, treuer zugetan sind selbst als menschliche Freunde? 

Doch fort und fort darf das animal rationale mit (nicht nur) katholischem Plazet Leichen genießen; fort und fort darf es weiter sich vollstopfen mit Fleisch und Fisch bis zum Rande seines Fassungsvermögens, wofür Jahr um Jahr Milliarden "Mitgeschöpfe" verröcheln müssen, weit mehr als die Hälfte unbetäubt; ist ja auch nach den EKD-"Texten" 41, 1991, das "Gewaltverhältnis" zwischen Mensch und Tier "grundsätzlich unaufhebbar". Und weiter darf der Mensch, laut "Weltkatechismus", sich geschäftlich der Tiere bedienen. Und wie bedient er sich? Indem er Robbenbabys vor den Augen ihrer Mütter zu Tode knüttelt. Indem er Karakullämmer gleichsam pränatal aus dem Mutterleib prügelt. Indem er in den Ferkel-, den Hühnerbatterien, den Mastboxen und Dunkelställen die ihm rettungslos, ihm wie Sachen, nein, wie Dreck Ausgelieferten derart zusammenpfercht, daß sie in ihrer Not einander Schwänze und Ohren abbeißen oder die eigenen Jungen fressen.
Und seit dem 11. Dezember 1996 erlaubt unsere christliche Regierung das Halten von noch mehr Tieren als bisher "pro Anlage ohne Genehmigung" - beinah dreimal soviel! Man bedient sich der ohnmächtigen Kreatur, der "Mitgeschöpfe", indem man ungezählte Kälbchen auf qualvollstem Transport ihren Schlächtern lebend, sterbend, schon krepiert, zukarrt, um die "Frühvermarktungs-", die "Herodes-Prämie" zu kassieren, ein Schimpf- und Schandgeld sondergleichen!
Das Monster der Schöpfung darf Tiere zum Amüsement gebrauchen. Und wie gebraucht es sie? Indem es Enten, Gänsen, Hühnern um die Wette die Köpfe abreißt. Indem es beim "Steer Busting" Tiere mit dem Lasso an den Hinterläufen fängt und herumschleift, bis sie sterben. Indem es Stieren, vor ihrem Todeskampf in der Arena, die Nase mit Watte verstopft, die Augen mit Vaseline verkleistert. Indem es an gewissen Heiligenfesten in Spanien mit pfarrherrlichem Beistand Ziegen und ihre Jungen lebend vom Kirchturm stürzt.
Und natürlich darf der Mensch auch künftig seine "Mitgeschöpfe" kaum vorstellbar gräßlich zu Tode schinden. Zwar sollen, einigen Fachleuten zufolge, Tierversuche für die Medizin wissenschaftlich wertlos sein - doch auch andernfalls wäre ich ausnahmslos dagegen.

Ihr Wert für die Wirtschaft aber ist unbestritten. Für den Vatikan, beteiligt an Pharmafirmen, ist diese fürchterlichste Tortur der Welt, diese gesammelte immerwährende Grausamkeit bis zum Tod, "sittlich zulässig". Auch und gerade für seine Heiligkeit Johannes Paul II. können Tiere "natürlich ... Gegenstand (!) von Experimenten sein", wie er am 23. Oktober 1982 verlauten ließ - von Experimenten, die der Hindu Ghandi "das schwärzeste aller Verbrechen" nennt. (Diesem Verbrechen fielen 1989 allein in Deutschland - nach einem allerdings sehr unvollständigen Regierungsbericht - 2,64 Millionen Tiere zum Opfer.)

Freilich, wie sollte die Gemeinschaft der Heiligen (und Scheinheiligen), wie sollte eine monopolistische Marktform im Mantel der Religion, die jahrhundertelang auch "Ebenbilder Gottes" unbarmherzig peinvoll-böse mund- und mausetot machte, deren phänomenalster Werbeautor Augustin, angeblich "umflossen vom milden Glanze unbegrenzter Güte" (Martin Grabmann), in Wirklichkeit Urvater aller mittelalterlichen Henkersknechte, schon um 400 sogar das Foltern - selbst von (schismatischen) Christen - nicht nur eine Bagatelle im Vergleich zur Hölle nennen, sondern geradezu als "Kur" (emendatio) heils- und inquisitionsgeschichtlich etablieren konnte,
wie sollte eine Kirche, die unmittelbare und mittelbare Mörderin von Hunderten von Millionen schuldloser Menschen, tierisches Leben nicht nur verbal, nicht nur sub specie momenti, und sei es mit noch so sonorer Phraseologie in Sonntagsreden, Tiergottesdiensten, durch Tieresegnen, Weihwasserbespritzen et cetera, sondern tatsächlich schützen? Wie sollte sie Tieren eine Seele zugestehen, die sie, beim Rauben fremder Länder, noch Menschen anderer Rasse und Lebensart absprach?
[...]
Immerhin gibt es Gottesdiener, beschämend wenige, die nicht bloß moderat für die "unbeweinte Kreatur" streiten (Joseph Bernhart), sondern die auch den "Verrat der Kirchen an den Tieren" geißeln (Carl Anders Skriver), dabei aber das Christentum rechtfertigen, reinwaschen wollen oder, wie der sicher meritenreiche Oxforder Theologe und Tierethiker Andrew Linzey, wenigstens den "Geist des Evangeliums", das doch ohne jeden bestimmten Anhalt dafür ist.

Nirgends lehrt Jesus: Schützt die Tiere - er tötet zweitausend. Mit Vorliebe sucht man heute das Alte Testament zu salvieren. Ungeachtet dutzendweiser wutschäumender Ausrottungsdirektiven seines Götzen betont man die angebliche Achtung der "Schrift" vor dem Leben, ihr altes Schöpfungswissen, die Schöpfungsgemeinschaft von Mensch und Tier et cetera - nichts als vages, sich auch schnell in Widersprüche verhaspelndes Gestammel oder glatte Heuchelei.
In aller Regel nämlich ist aus der Bibel ganz klar das Gegenteil herauszulesen und deshalb auch ganz klar das Gegenteil hervorgegangen.
Und zu dem Auftrag, der ihr so fatal voransteht und unserer Historie geradezu posaunenhaft präludiert, gehört nun einmal untrennbar der Nachhall, die Wirkung. Wie erbärmlich jedoch, die Wurzeln des Unheils im Alten Testament, im Christentum zu ignorieren und die Schuld dafür besonders und immer wieder auf das entchristlichte (gewiß nicht zu entlastende, hemmungslos entfesselte, nichts als profitgeile) Wirtschaftssystem der Moderne zu schieben (vgl. etwa die "Arbeitshilfen" 113, 1993, S. 7 f., des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz).

Denn wie Hitlers Tötung der Juden die terrible Konsequenz ihrer fast zweitausendjährigen blutrünstigen Verfolgung durch die Kirchen ist, so ist die jeder Beschreibung spottende moderne Vermarktung des Tieres nicht als die technisch forcierte und perfektionierte Fortsetzung eines nie abreißenden Massenmordes durch alle christlichen Zeiten, das Resultat letztlich des Anfangsschreis: "Machet sie euch untertan" - das umfassendste Unterjochungs- und Todesverdikt der Geschichte, infernalischer Auftakt der Deformierung eines Sterns zum Schlachthaus.
Seit zwei Jahrtausenden brüstet sich die Christenheit, das Tieropfer von Anfang an abgeschafftzu haben; stimmt. Und doch hat sie mehr Tiere geopfert als jede andere Religion - nur nicht mehr Gott, sondern dem eigenen Bauch.
Karlheinz Deschner ist Deutschlands schärfster Religions- und Kirchenkritiker. Bekannt ist vor allem sein auf zehn Bände angelegtes Hauptwerk »Kriminalgeschichte des Christentums«.
Quelle: »Die Zeit«, 22.8.1997, S.40


Das schwärzeste Verbrechen

Wenn man das alles liest und die Einstellung der Kirche zu Tieren und Frauen sieht (aber auch noch zu vielen anderen Dingen), sie auf das Übelste verleumdet und beleidigt, kann es für einen vernünftigen und konsequenten Mensch nur heißen: Raus aus der Kirche. Das ist auch ein Akt der Selbstachtung und der Redlichkeit. Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass ich da schon seit Jahrzehnten raus bin. Ich wünsche Karlheinz Deschner (geboren 1924) noch ein langes Leben.

Gruß Hubert

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